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Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum Urania. Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812.

Urania. Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812.

Mit zwölf Kupfern, darstellend Szenen aus Göthe's Wahlverwandtschaften und pantomimische Attitüden der Madame Hendel-Schütz, Amsterdam und Leipzig, Kunst- und Industrie-Comptoir. hrsg. von Friedrich Arnold Brockhaus (redigiert von Minna Spazier).

Die Kupfer zu den Wahlverwandtschaften wurde allesamt von Heinrich Anton Dähling (1773-1850) in Berlin gezeichnet und sollten ursprünglich eine "Göthe-Gallerie" zieren.

Literatur: Heinz Härtl (Hrsg.): Die Wahlverwandtschaften. Eine Dokumentation der Wirkung von Goethes Roman 1808-1832. Berlin 1983, S. 130, 219, 479-486

[ 8 Objects ]

Eduard und Ottilie. Szene bei der Mühle

"Eduard und Ottilie. Szene bey der Mühle. Er hat sie gebeten, ihm das Porträt ihres Vaters anzuvertrauen, das sie auf der Brust trug. Er wagt es nicht, es an seine Lippen zu drücken : er faßt ihre Hand, und drückt sie an seine Augen."

Erschienen in: Urania. Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812

Illustration zu: Die Wahlverwandtschaften, 1. Teil, 7. Kapitel

Eduard und Ottilie. Szene bei der Mühle

Eduard und Ottilie, Charlotte und Hauptmann

"Häuslicher Verein im traulichen Zimmer beim Lesen - wo Eduard Ottilien näher rückt, sie bequem ins Buch sehen zu lassen, - Charlotte und der Hauptmann sich mit Blicken ihre Beobachtungen mittheilen: Anziehung der befreundeten Naturen, hinüber und herüber."

Erschienen in: Urania. Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812

Illustration zu: Die Wahlverwandtschaften, 1. Teil, 8. Kapitel

Eduard und Ottilie, Charlotte und Hauptmann

Ottilie in der fertigen Kapelle

"Die fertige Kapelle. Ottilie besucht sie allein. Sie setzt sich auf einen der Chorstühle. Es scheint ihr, indem sie auf und umherblickt, als wenn sie wäre und nicht wäre; als wenn sie empfände, als wenn dies alles vor ihr, sie vor sich selbst verschwinden sollte."

Erschienen in: Urania. Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812

Illustration zu: Die Wahlverwandtschaften, 2. Teil, 3. Kapitel

Ottilie in der fertigen Kapelle

Die Taufe des neugeborenen Knaben

" Die Taufe des neugebohrenen Knaben. Mittler redend. Der schwache Pfarrer sinkt leblos zu Boden. Bestürzung Charlottens. Wehmuth Ottiliens : Andeutung des Schicksals."

Illustration zu: Die Wahlverwandtschaften, 2. Teil, 8. Kapitel

Erschienen in: Urania. Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812

Die Taufe des neugeborenen Knaben

Ottilie lesend im Park

"Ottilie lesend im Park, den Säugling auf ihrem Schoße. Herrliche abendliche Szene. Ein mildes Streiflicht der untergehenden Sonne fällt auf das still in sich versunkene Mädchen. Bäume und Blumen scheinen sie liebevoll zu betrachten. So überrascht sie Eduard."

Erschienen in: Urania. Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812

Illustration zu: Die Wahlverwandtschaften, 2. Teil, 13. Kapitel

Ottilie lesend im Park

Ottilie mit dem ertrunkenen Kind

"Ottilie mit dem Säugling im schwankenden Kahne weit ab vom Ufer getrieben. Sie hält das Kind Rettung flehend zu den Sternen empor; ihr Busen ist offen; ihre Thränen überschwemmen das erstarrte Antlitz des Kindes, dem sie an ihrem eigenen schönen Körper neue Lebenswärme einzuhauchen vergeblich bemüht ist."

Erschienen in: Urania. Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812

Illustration zu: Die Wahlverwandtschaften, 2. Teil, 13. Kapitel

Ottilie mit dem ertrunkenen Kind

Die sterbende Ottilie

"Ottilie schon halb dem Leben entflohen, Eduard zum Leben ermahnend. Die Lippen regen sich nach langem Schweigen mit rührender Geberde zum letzten Abschiedsworte. Der Körper sinkt nach dieser Anstrengung leblos zurück. Noch ruhen die zarten Füße auf dem geliebten Köfferchen."

Erschienen in: Urania. Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812

Illustration zu: Die Wahlverwandtschaften, 2. Teil, 18. Kapitel

Die sterbende Ottilie

Die tote Ottilie, der Architekt und Nanny

"Der Sarg Ottiliens. Nanny verlangt hartnäckig das Amt der Wächterin. Sie bleibt nicht lange allein. Mit sinkender Nacht tritt der Architekt in die Kapelle. Nanny sitzt an der [linken] Seite des Sargs. Schweigend deutet sie auf die verblichene Herrin. Der Architekt steht auf der anderen Seite [...] starr in sich gekehrt, mit nieder gesenkten Augen, gefalteten mitleidig gerungegen Händen, Haupt und Blicke nach der Entseelten hingeneigt."

Erschienen in: Urania. Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812

Illustration zu: Die Wahlverwandtschaften, 2. Teil, 18. Kapitel

Die tote Ottilie, der Architekt und Nanny