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Skizzenbuch mit Bleistiftzeichnungen und gepreßten Blumen

Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum Sammlung der Zeichnungen & Aquarelle [III-15631]
Skizzenbuch mit Bleistiftzeichnungen und gepressten Blumen, Einband vorne (Freies Deutsches Hochstift CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Freies Deutsches Hochstift (CC BY-NC-SA)
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Description

Skizzenbuch mit Landschaftsdarstellungen aus einer bewaldeten, hügeligen Region. Etliche der insgesamt 86 Seiten des Büchleins sind leer. Ferner weisen 4 Seiten getrocknete Pflanzenreste auf, 3 weitere Seiten sind als Herbarium mit sorgfältig auf der Seite befestigten und bezeichneten getrockneten und gepressten Pflanzen gestaltet (Blatt 75v, 76v, 77v). Von den insgesamt 44 Zeichnungen sind viele flüchtig und auch zahlreiche nur mit wenigen Strichen angedeutet. Das Gros der Zeichnungen (42) ist mit Bleistift ausgeführt, lediglich 2 Zeichnungen sind mit der Feder ausgeführt worden. Neben Landschaftsdarstellungen umfasst das Skizzenbuch Figurendarstellungen, darunter wohl erste Ideen zu einer Geschichte mit einem Ritter und einer Prinzessin. Von den 44 Zeichnungen nehmen 4 eine Doppelseite ein (Blatt 7v/8r, 12v/13r, 21v/22r, 32v/33r), 6 liegen lose ein, darunter einige Pauszeichnungen, die Motive der Bergwelt zeigen, und wohl auch zum Übertrag genutzt wurden (vor Blatt 67r, 69r, 70r, 72r, 73r, 74r). Stilistisch lässt sich das Büchlein - insbesondere die Zeichnungen auf Blatt 18r, 21r sowie 21v/22r - Maxe von Arnim zuweisen, aus deren Nachlass es auch ins FDH gelangte. Für Maxes Landschaftsdarstellungen ist der etwas ungestüme Duktus typisch, der sich insbesondere bei der Widergabe von Wald und Dickicht äußert. Typisch ist überdies auch das mitunter sehr feste Aufdrücken des Zeichenmittels auf das Papier. Die Figurenstudien auf Blatt 2r, 29v, 30r, 31r, 67v, 78v, 82v, 84v, 85v hingegen weisen eine thematische und stilistische Nähe zu den Zeichnungen Gisela von Arnims auf.
Die Motive bieten kaum Anhaltspunkte für eine Lokalisierung oder für eine Datierung des Skizzenbuchs. Ein einliegender Programmzettel für einen italienischen Sommer-Abend auf dem "Monte Caprino" am 14. Juli 1851 bietet jedoch einen Anhaltspunkt, der sich mithilfe des publizierten biographischen Materials verifizieren lässt: Im Sommer 1851 besuchte Maxe von Arnim ihren Onkel und ihre Tante, Friedrich Karl und Gunda von Savigny, in Bad Freienwalde, wo der römische Lexikograph und Philosoph Francesco Valentini (1789-1862) gemeinsam mit dem dortigen Verschönerungsverein für italienisches Flair sorgte und unter anderem den Ziegenberg, auf dem er sein Sommerhäuschen errichtete, in "Monte Caprino" umtaufen ließ. Da eine von Maxe angefertige Liste am Ende des Büchleins (Blatt 86r) neben der Vorbereitung ihrer Mal- und Schreibutensilien auch eine italienische Grammatik umfasst, deutet alles darauf hin, dass zumindest Teile des Skizzenbuchs im Sommer 1851 und damit in den Monaten vor der im Oktober angetretenen Italienreise entstanden.

Inscription

Auf einem einliegenden Zettel am Ende des Büchleins bez.: "Skizzenb. 2 / (Maxe?) / sehr wenig / (auch getrocknete Blumen, Herbarium)" (blauer Kugelschreiber).

Material/Technique

Skizzenbuch mit braun marmoriertem, reliefgeprägtem und lackiertem Pappeinband. Vorderer Einbanddeckel mit zwei Ösen zum Verschließen, nicht paginiert. Enthält 44 Zeichnungen sowie 3 Seiten mit getrockneten und gepressten Blumen auf insgesamt 86 Seiten.

Measurements

Einband, geschlossen: 173 x 220 x 12 mm; Blatt: 169 x 215 mm

Detailed description

Provenienz:
Aus dem Nachlass Maximiliane von Arnims, spätere Gräfin von Oriola (1818-1894). | Im Besitz von Marie Berna, geb. Christ (1846-1915), seit 1880 in zweiter Ehe verheiratet mit Waldemar von Oriola (1854-1910), dem ältesten Sohn Maximiliane von Arnims. | Nach dem Tod Marie Gräfin Oriolas 1915 vererbt an ihre Cousine, Josephine von Buttlar, geb. Leisler. | Als sog. Sommerhoff-Nachlass erworben 1977 von Maria Sommerhoff geb. von Buttlar (*1894-?) und Cordelia von Buttlar, Bad Homburg, den Töchtern Josephine von Buttlars.

Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum

Object from: Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum

Founded in 1859, the Freies Deutsches Hochstift is one of the oldest research institutions in the fields of literature and cultural studies. Today,...

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